Einser-Abitur am Werkgymnasium: Heidenheimer plant Medizinstudium
Einser-Abitur am Werkgymnasium: Heidenheimer plant Medizinstudium
Can-Welat Manap hat seine Schulzeit am Werkgymnasium Heidenheim mit einem Einser-Abitur abgeschlossen. Der 18-Jährige erhielt zudem mehrere Auszeichnungen und engagierte sich während seiner Schulzeit als Schülersprecher. Unterstützung bekam er seit der achten Klasse durch das Stipendienprogramm Talent im Land.
Neben dem Klassenpreis wurde der Heidenheimer für seine Leistungen im Fach Ethik ausgezeichnet. Hinzu kamen ein Preis und eine Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Trotz der intensiven Vorbereitung auf das Abitur beteiligte er sich bis zuletzt aktiv am Schulleben.
Als Schülersprecher arbeitete Manap in der Schülermitverantwortung mit. Er organisierte unter anderem Fußballturniere und setzte sich in Gesprächsrunden für Veränderungen an der Schule ein. Dazu gehörten eine neue Handyregelung und Anpassungen der Pausenordnung.
Bereits 2021 wurde der damalige Achtklässler in das Programm Talent im Land aufgenommen. Das Werkgymnasium hatte seinerzeit berichtet, dass er sich in einem landesweiten Auswahlverfahren gegen zahlreiche Bewerber durchgesetzt hatte.
Bis zum Abitur erhielt Manap nach Angaben der Baden-Württemberg Stiftung eine monatliche finanzielle Förderung. Hinzu kamen persönliche Beratung, Seminare, Workshops und Kontakte zu anderen Stipendiaten. Das Programm unterstützt Jugendliche, deren Bildungsweg durch ihre Biografie, ihre Lebensverhältnisse oder fehlende finanzielle Möglichkeiten erschwert wird. Jährlich werden rund 50 neue Stipendiaten aufgenommen.
Besonders geprägt haben den Abiturienten nach eigenen Angaben Seminare zu Demokratie, Rhetorik, Zeitmanagement, Persönlichkeitsentwicklung und künstlicher Intelligenz. Einen Höhepunkt bildete die Sommerakademie 2025 am Bodensee, bei der er sich mit Themen aus Wirtschaft, Philosophie und Psychologie beschäftigte.
Von großer Bedeutung waren für ihn auch die persönlichen Kontakte innerhalb des Programms. Manap berichtet, durch die Begegnungen selbstbewusster und offener geworden zu sein. Diese Entwicklung soll auch bei seiner späteren Berufswahl eine Rolle spielen.
Nach dem Abitur strebt der 18-Jährige ein Medizinstudium an und hat sich bereits an mehreren Universitäten beworben. Als Alternative kann er sich ein Freiwilliges Soziales Jahr vorstellen, beispielsweise beim Deutschen Roten Kreuz oder an einem Max-Planck-Institut.
Sein Engagement an Schulen im Raum Heidenheim will Manap fortsetzen. Bei Projekttagen der Initiative „Zukunftstag – Dein Crashkurs fürs Leben“ vermittelt er Jugendlichen gemeinsam mit weiteren Teilnehmern Grundlagen zu Finanzen, Versicherungen, Steuern und Mietverträgen.
Talent im Land wird seit 2019 von der Baden-Württemberg Stiftung und der Josef Wund Stiftung getragen. Das Programm besteht seit 2003 und hat inzwischen ein Netzwerk mit mehr als 900 ehemaligen Stipendiaten aufgebaut. Neben schulischen Leistungen spielen bei der Auswahl auch Motivation, persönliche Begabungen und gesellschaftliches Engagement eine wichtige Rolle.
Quelle: PM Talent im Land
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